Unsere Geschichte

OMEGACAP ist aus einem ganz praktischen Problem beim privaten Hausbau entstanden. Hier erzählen wir, wie aus einer einfachen Idee Schritt für Schritt ein marktreifes Produkt wurde.

Kabelende mit Isolierband umwickelt, ein früher, gescheiterter Versuch

Das Problem beim Hausbau

Es begann bei der Elektroinstallation beim privaten Hausbau. Leerrohre mussten vom Keller in die Garage verlegt werden, und anschließend sollten die Kabel eingezogen werden. Der erste Versuch war ein Trick aus dem Internet: das Kabelende einfach mit Isolierband spitz zulaufend umwickeln, damit es leichter durch das Rohr gleitet.

Das Ergebnis war ernüchternd. Das Klebeband hielt schlecht, verrutschte beim Schieben und brachte kaum eine Verbesserung. Klar war trotzdem: Es brauchte etwas Festes, das man vorne auf das Kabel steckt. So etwas wie ein Fingerhut für Kabel.

Erster 3D-gedruckter Prototyp auf einem Kabel

Der erste Prototyp

Warum nicht einfach ausprobieren? Eine kleine Kappe wurde im 3D-Drucker gefertigt und vorne auf ein Kabel gesteckt. Der Test war überraschend positiv: Das Kabel ließ sich deutlich leichter durch das Leerrohr schieben statt ziehen. Die Grundidee funktionierte.

Verschiedene Kabeltypen und Durchmesser

Nicht das eine Kabel: die Multikappe

Es zeigte sich schnell, dass es nicht das eine Kabel gibt, sondern unterschiedliche Leitungstypen, Hersteller, Materialien, Durchmesser und Toleranzen.

Eine eigene Kappe für jedes Kabel wäre viel zu kompliziert gewesen. Wie genial wäre da eine universelle Lösung? Die Idee einer multifunktionalen Kappe, kurz Multikappe, war geboren.

Erste handgezeichnete Skizze der Kappe Offizielle Patentzeichnung der Kappe Arthur-Fischer-Erfinderpreis Baden-Württemberg Logo Arthur-Fischer-Erfinderpreis Baden-Württemberg

Von der Skizze zum Patent

Die zentrale technische Frage: Wie kann eine Kappe auf unterschiedliche Kabeldurchmesser passen und dabei sicher halten, ohne beim Ziehen abzurutschen? Die Antwort lag in der Geometrie: ein konischer, mehrstufiger Durchmesserausgleich mit integrierter Haltefunktion. Aus der ersten handgezeichneten Skizze wurde Schritt für Schritt eine technische Konstruktionszeichnung.

Und bevor man darüber spricht, sie zeigt oder damit nach draußen geht, musste eines geklärt sein: der Schutz des geistigen Eigentums. Mit der Patentanmeldung war die Idee offiziell geschützt, kurz darauf gefolgt von einer besonderen Anerkennung: dem Arthur-Fischer-Erfinderpreis Baden-Württemberg.

Selbstgebauter Testparcours mit Wellrohr in der Garage Kappe im Wellrohr eingebettet in Estrich Zugtest mit Hantelgewicht

Testen und optimieren

Ab hier begann die eigentliche Fleißarbeit. Formen wurden angepasst, Geometrien verändert, Details immer wieder neu gedacht. Getestet wurde pragmatisch mit Zugtests an Hantelgewichten und einem selbstgebauten Parcours aus einbetoniertem Wellrohr.

Spritzguss-Werkzeugeinsätze der Kappe

Vom Prototyp zum Spritzgusswerkzeug

Die patentierte Innenkontur der Kappe hat Hinterschnitte, normalerweise ein Fall für teure, aufwendige Schiebertechnik im Spritzgusswerkzeug. Die Lösung: die Kappe offen gestalten, ganz ohne Schieber. Ein Nebeneffekt, mit dem niemand gerechnet hatte: Durch die offene Bauweise sieht man jetzt direkt, ob das Kabel weit genug eingesteckt ist.

Dazu kam die Materialfrage: die richtige Balance aus Gleiteigenschaft und Haltekraft, getestet an verschiedenen Kabeln, Herstellern und Durchmessern.

Fertige OMEGACAP-Verpackungen aller Varianten

Eine Marke entsteht

Neben der technischen Funktion brauchte das Produkt auch einen Namen. Dieser sollte technisch und einprägsam sein und zum Produkt passen. OMEGACAP war geboren, dazu ein eigenes Logo und eine durchdachte Verpackung. Die Marke wurde angemeldet, und zum ersten Mal war das Produkt auch außerhalb von Werkstatt und Baustelle sichtbar.

Kurz darauf ging die eigene Website live: www.omegacap.de.

Übersicht der Amazon-Marktplätze in Europa

Amazon Launch: erst Deutschland, dann Europa

Der erste Verkaufskanal war Amazon, zunächst nur auf dem deutschen Marktplatz. Später kamen die Marktplätze in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden und Spanien dazu, mit der Zeit in immer mehr Größen und Varianten.

8,7 Millionen Aufrufe für ein Video über die Kabelverlegung

Social Media als Booster

Als der Verkaufskanal stand, mussten noch Leute darauf aufmerksam werden. Neben Amazon und Direktvertrieb wagten wir uns auf ungewohntes Terrain und präsentierten ein Produkt aus der Elektroinstallation auf Social Media. Es entstanden eigene Kanäle auf Instagram und TikTok.

Unser erfolgreichstes Video erreichte schnell über 8,7 Millionen Aufrufe, mit einer Kabelkappe, wie im Screenshot zu sehen.

Gespräch am OMEGACAP-Messestand auf der SHK+E Essen Team im Gespräch mit Messebesuchern Team am Messestand Erklärung des Testparcours am Messestand Team im Gespräch am Messestand Gründer am Messestand mit OMEGACAP-Modell

Erste Messe: SHK+E Essen

Im März 2026 stand OMEGACAP zum ersten Mal auf einer Messe: der SHK+E in Essen, mit einer noch jungen Marke. 55 Gespräche am ersten Tag, durchweg positives Feedback, und ein Satz, den wir immer wieder hörten: "Endlich mal was Neues."

Besonders in Erinnerung geblieben: ein Besucher, der das Produkt bereits von TikTok kannte und selbst schon Kunde war. Und ein erfahrener Handwerker, der das Kabel am Teststand tatsächlich ohne Kappe durchzog, sich dann aber umdrehte und sagte: Was ihr da habt, ist einfacher und schneller. Genial.

Team bei der SPS Italia in Parma Besucher testet OMEGACAP am Stand Besucherin testet OMEGACAP am Stand

Zweite Messe: SPS Italia in Parma

Der nächste Schritt führte über die Landesgrenze hinaus nach Italien zur SPS Italia in Parma. Viele neue Kontakte, intensive Gespräche, großes Interesse, und die Erfahrung, dass sich sprachliche Barrieren bei einem guten Produkt schnell überwinden lassen durch einfaches Vorführen.

Und die Geschichte geht weiter.

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